Solarenergie aus dem All für KI-Rechenzentren

Um an zusätzlichen Strom für seine energiehungrigen KI-Rechenzentren zu kommen, richtet Meta seinen Blick ins All. Ein Deal mit einem Satelliten-Startup soll dem Konzern Solarenergie auch in der Nacht sichern – per Infrarotstrahl aus dem Orbit.
Der Stromhunger von KI-Anwendungen wie Chatbots oder KI-Agenten bringt die Betreiber in puncto Energieversorgung an ihre Grenzen. Einen Ausweg sehen manche große Tech-Firmen im Orbit – etwa in Form von orbitalen KI-Rechenzentren, die in kühler Umgebung rund um die Uhr von der Sonne mit Energie versorgt werden sollen.
Solarenergie für die nächtliche Erde
Noch ist die Technologie laut Experten aber noch Jahrzehnte von der praktischen Umsetzung entfernt. Meta sieht zwar ebenfalls einen Teil der künftigen Energieversorgung im All, wählt aber einen anderen Ansatz. Im Rahmen eines Deals mit dem US-Startup Overview Energy soll dieses künftig Solarenergie auch nachts auf die Erde bringen, wie Techcrunch schreibt.
Overview Energy hat ein Verfahren entwickelt, bei dem eigens entwickelte Raumfahrzeuge in den Orbit geschickt werden, um Solarenergie aufzufangen. Diese soll dann in Nahinfrarotlicht umgewandelt und anschließend zur Erde geleitet werden. Dort wiederum sollen die Strahlen auf riesige Solarfarmen mit – laut Techcrunch – Hunderten Megawatt an Leistung gerichtet und so auch in der Nacht Strom erzeugt werden können.
Infrarotlicht soll Sicherheitsbedenken ausräumen
Die Entscheidung für Infrarot-Technologie hat Overview Energy getroffen, um zum einen bestehende Solarinfrastruktur nutzen zu können. Zum anderen sollen dadurch mögliche Bedenken von Regulierungsbehörden in puncto Sicherheit ausgeräumt werden, die etwa bei der Nutzung von leistungsfähigen Lasern oder Mikrowellenstrahlen bestehen könnten.
Laut Overview-Energy-CEO Marc Berte könne man direkt in so einen Infrarotstrahl seiner Satelliten schauen, ohne Schaden zu nehmen. Das sogenannte Nahinfrarotlicht kommt auch zu therapeutischen Zwecken, etwa bei Hautkrankheiten oder Muskelproblemen, zum Einsatz.
Tests laufen: Technologie noch nicht einsatzbereit
Obwohl Meta sich schon per Vereinbarung bis zu ein Gigawatt von der künftigen Overview-Energy-Lösung gesichert hat, ist diese noch nicht einsatzbereit. Erste Demo-Stromlieferungen mit einem Flugzeug hat das Startup eigenen Angaben zufolge schon absolviert. Anfang 2028 soll ein erster Satellit vom niedrigen Erdorbit aus Energie zur Erde übertragen.
Quelle: t3n
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