Unter der Lupe: 5G-Zulieferer aus China
Den deutschen Netzbetreibern droht erheblicher Mehraufwand: Das Bundesinnenministerium hält es für notwendig, dass Telekom & Co. bereits benutzte Bauteile chinesischer Zulieferer noch einmal genauer unter die Lupe nehmen.

Bei der Sicherheitsüberprüfung ihrer Handy-Netze muss Deutschlands Telekommunikationsbranche nacharbeiten und bereits benutzte Bauteile chinesischer Zulieferer genauer unter die Lupe nehmen. Wie aus einem Schreiben des Bundesinnenministeriums an die Netzbetreiber hervorgeht, hält das Ministerium eine Beeinträchtigung der öffentlichen Ordnung und der Sicherheit in Deutschland durch Komponenten von Huawei und ZTE für möglich. Daher sollen alle kritischen – also sicherheitsrelevanten – Teile, die schon im Netz verbaut sind, einer Prüfung unterzogen werden. Bisher bezog sich diese Prüfpflicht nur auf kritische Teile, die neu eingebaut werden.
Abhängigkeit soll reduziert werden
Es gehe um mögliche Sicherheits- und Missbrauchsrisiken, sagte der Sprecher des Bundesinnenministeriums, Maximilian Kall. „Natürlich geht es auch darum, nicht zu abhängig zu sein von bestimmten Anbietern.“ Darüber hinaus werde geprüft, „ob es auch weitergehenden gesetzgeberischen Handlungsbedarf gibt“. Regierungssprecher Steffen Hebestreit betonte, es gehe hier generell um die Sicherheit der kritischen Infrastruktur, nicht um einzelne Hersteller oder Staaten. In dem Schreiben, das dpa vorliegt, werden Huawei und ZTE allerdings namentlich genannt.
Quelle: com-magazin.de
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