China: Wie haben sich die Abhängigkeiten entwickelt?
Besonders bei Rohstoffen, elektronischen Bauteilen und chemischen Grundstoffen hat sich China zuletzt fast unersetzbar gemacht. Eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt, wie groß die Abhängigkeit Deutschlands aktuell ist.

Seit einigen Jahren gibt es bei den deutsch-chinesischen Handelsströmen vor allem eine Entwicklung: China verschifft immer mehr Waren nach Deutschland, umgekehrt stagniert der Absatz fast. Deutschland importierte 2022 so viele Waren aus China wie noch nie. Eine neue IW-Studie nimmt nun die Handelsströme genau unter die Lupe und identifiziert die Produkte, bei denen die Abhängigkeit Deutschlands besonders groß geworden ist. Besonders gilt dies für Laptops, Magnete, Tastaturen, aber auch Vitamin C, Magnesium und Koffein. Insgesamt lässt sich ein wachsender chinesischer Einfluss vor allem bei einigen Rohstoffen, chemischen Grundstoffen und elektronischen Bauteilen beobachten. Hier sei von Diversifizierung nichts zu sehen, im Gegenteil, so das Ergebnis der Studie
Vorsicht im Umgang mit China
Gefährlich wird diese Entwicklung laut dem IW, wenn die Produkte unverzichtbar sind und wenn sie sich zugleich in absehbarer Zeit kaum durch Produkte anderer Lieferanten ersetzen lassen: Dann leidet Deutschland unter einer kritischen Abhängigkeit. „Es geht nicht um Decoupling. De-Risking ist das Schlagwort der Stunde“, sagt IW-Studienautor Jürgen Matthes. „Weniger mit China zu handeln, ist vor allem bei wirklich kritischen Abhängigkeiten nötig. Welche das sind, gilt es nun mit Unterstützung der Politik herauszufinden. Sonst bleibt De-Risking eine leere Floskel. “
Die aktuelle IW-Studie können Sie hier herunterladen.
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