Gastbeitrag: AI Act – Regulierung darf kein Selbstzweck sein
Svenja Hahn, EU-Parlamentsmitglied für die FDP, blickt in einem Gastbeitrag für die Frankfurter Allgemeine PRO D:ECONOMY auf den gerade entstehenden ersten gesetzlichen Rahmen für Künstliche Intelligenz. Europas Wettbewerbsfähigkeit stehe und falle mit dem AI Act.

Die USA erfinden, China macht und die EU reguliert. Das ist so ziemlich der erste Kommentar, den ich höre, wenn ich über das geplante europäische KI-Gesetz, den sogenannten AI Act, rede. Seit 2021 arbeiten wir im Europäischen Parlament an dem Gesetz, angefangen mit dem Gesetzesvorschlag der Kommission, der Erarbeitung der Parlamentsposition und nun in den laufenden Verhandlungen mit den Mitgliedsländern. In mehr als 200 Stunden Verhandlungen versuchen wir als EU Pionierarbeit zu leisten: Den ersten gesetzlichen Rahmen für Künstliche Intelligenz weltweit zu schaffen.
Mit der Einstufung in verbotene Anwendungen und Hochrisiko-Anwendungen, bei denen gewisse Vorgaben hinsichtlich der Qualität der Trainingsdaten und Transparenz- sowie Dokumentationspflichten erfüllt werden müssen, fokussiert der AI Act sich auf wenige Bereiche. Der Großteil der KI-Anwendungen wird nicht vom AI Act betroffen sein. Ohnehin wäre es ein Irrglaube, man könnte mit einem Gesetz alle eventuell aufkommenden Herausforderungen durch KI präventiv regulieren. Der Fortschritt durch KI ist in den erwartbaren Umbrüchen vergleichbar mit der Industriellen Revolution. Wir werden in den nächsten Jahren viele unserer Gesetze wie das Urheberrecht auf die technologische Entwicklung anpassen müssen.
Den ganzen Gastbeitrag lesen Sie bei Frankfurter Allgemeine PRO D:ECONOMY
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