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Rechenzentren des Bundes sind Energieverschwender
7. Oktober 2022
Wie auf „Bits & Bäume“, der Konferenz für Digitalisierung und Nachhaltigkeit, deutlich wurde, hinken die Datenzentren des Bundes beim Klimaschutz hinterher – keine Abwärmenutzung, klimaschädliche Kältemittel und zum Teil nicht mal getrennte Stromzähler. (Bildnachweis: pixabay.com)
Franziska Brantner, parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), hat beim Auftakt der Nachhaltigkeitskonferenz Bits & Bäume Ende September eingeräumt, dass die Datenzentren des Bundes beim Klimaschutz schlecht aufgestellt sind. Der Zustand der Rechenzentren des Bundes beim Klimaschutz sei nicht akzeptabel. Die aktuelle Lage bezeichnete die Grüne als „ernüchternd und erschütternd“. Sie versicherte, dass dieses Problem angegangen werde. Zuvor hatte eine Anfrage der Linksfraktion des Bundestags ergeben, dass allenfalls ein einziges Rechenzentrum des Bundes die Kriterien des Blauen Engels für solche Datenknotenpunkte erfüllt. Die entsprechenden Maßgaben entwickelte das Umweltbundesamt selbst.
Getrennte Zähler für Stromverbrauch in RZ fehlen teilweise
Ob die Messlatte in dem einen Fall überhaupt eingehalten wird, ist nicht ganz klar, da die Datenlage zur Nachhaltigkeit der Bundes-IT schlecht ist: Bei 118 von 184 Rechenzentren fand die Bundesregierung laut ihrer Antwort zu keinem einzigen der acht Kriterien des Blauen Engels einschlägige Informationen. Auch sonst sind die erhobenen Messwerte unvollständig und widersprüchlich. Teils gibt es in den Rechenzentren nicht einmal einen getrennten Zähler für den Stromverbrauch.

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